Deponie Binsberg

Informationen zur Annahme von Abfällen auf der Deponie Binsberg

Der AWV Nordschwaben betreibt die Hausmülldeponie Binsberg bei Donauwörth. Der AWV zeigt, wie Sie Abfälle richtig anliefern und entsorgen können. Werden entsprechende Vorgaben eingehalten, können Sie für die Deponie Binsberg zugelassene Abfälle schnell und kostengünstig entsorgen.

Abfälle zur Beseitigung aus den Landkreisen Dillingen an der Donau und Donau-Ries, die thermisch nicht behandelbar und für die Deponie Binsberg zugelassen sind, werden auf der Deponie in Binsberg abgelagert.
Abfälle zur Beseitigung, die thermisch behandelbar sind, werden auf der Umladestation, die sich auf der Deponie Binsberg befindet, angenommen.
Die angelieferten Abfälle werden zu bestimmten Öffnungszeiten gegen Gebühr angenommen.

Telefon Deponie Binsberg: 0906-5212

Beispiele für Abfälle, die auf der Deponie Binsberg angeliefert und entsorgt werden können:

  • Baustellenabfälle, nicht brennbar
  • Verunreinigter Bauschutt
  • Verunreinigter Bodenaushub
  • Brandschutt, mineralisch
  • Asbesthaltige Abfälle, staubdichte Verpackung in dafür zugelassenen Säcken, wie z.B. Asbestzementplatten, Welleternitplatten, Fassadenverkleidung
  • Mineralfaserabfälle (KMF),  staubdichte Verpackung in dafür zugelassenen Säcken!
  • Produktionsspezifische Abfälle, nicht brennbar

Asbesthaltige Abfälle, die im Bereich Dillingen anfallen, können gegen Gebühr und zuzüglich der Transportgebühren auch bei der Fa. Fisel in Dillingen abgegeben werden.

Öffnungszeiten

Hier finden Sie die Öffnungszeiten aller Sammelstellen, Recyclinghöfe und Anlagen in Ihrer Region.
Hinweis: Bei Anlieferung von Asbestabfällen ist um 15:30 Uhr Annahmeschluss.

Gebühren

Was kostet was?

Informationen für gewerbliche Anlieferer an die Deponie Binsberg

gesetzlicher Hintergrund

Für den Betrieb, die Annahme und Ablagerung von Abfällen gelten eine Reihe gesetzlicher Vorschriften und Regelungen. Maßgeblich für den Deponiebetrieb ist dabei die Deponieverordnung (DepV).

In der DepV (§2) werden verschiedene Deponieklassen (DK) definiert. Danach ist die Deponie Binsberg in die Deponieklasse II (DK II) eingestuft. Das bedeutet, dass bestimmte Parameter der abzulagernden Abfälle vorgegebene Grenzwerte nicht überschreiten dürfen. Der Gesetzgeber spricht hier von Einhaltung der Zuordnungswerte. Diese Grenzwerte bzw. Zuordnungswerte sind im Anhang 3, Tabelle 2 der DepV vorgeschrieben. Beispiele für Parameter sind Glühverlust, TOC, ph-Wert, Phenole und Schwermetalle.

Von daher muss der AWV Nordschwaben vor der Anlieferung der abzulagernden Abfälle auf der Deponie Binsberg sicherstellen, dass die angelieferten Abfälle auch geeignet für die Ablagerung sind. Deshalb hat jeder Anlieferer die Pflicht eine Reihe von Angaben bezüglich des Abfalls zu machen. Dazu hält der AWV Nordschwaben auf der Deponie Binsberg und in der Geschäftsstelle des AWV Nordschwaben entsprechende Vordrucke bereit.

Wie bei der Annahme von Abfällen auf der Deponie Binsberg verfahren wird, hängt auch davon ab, ob es sich um gefährliche oder nicht gefährliche Abfälle handelt. Hierzu gibt die Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV) Auskunft. Im Anhang findet sich hier eine Auflistung von Abfallarten, die mit sechsstelligem Abfallschlüssel gekennzeichnet sind. Die mit einem (*) versehenen Abfallarten im Abfallverzeichnis sind gefährlich im Sinne des § 48 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes. Hierunter fallen z.B. asbesthaltige Abfälle, Brandschutt mit schädlichen Verunreinigungen und Mineralfaserabfälle (KMF).

Bei Fragen wenden Sie sich an

Herrn Birkert, Tel. 0906-780317 oder

Herrn Beck, Tel. 0906-5212

 

nichtgefährliche Abfälle zur Deponierung

Vorgehensweise für nichtgefährliche Abfälle

Grundlegende Charakterisierung:

Vor der Erstanlieferung von Abfällen zur Ablagerung ist vom Abfallerzeuger eine grundlegende Charakterisierung der Abfälle gemäß § 8 Absatz 1 DepV vorzulegen.

Hier werden Angaben zum Abfall abgefragt wie z.B. Abfallherkunft, Abfallbeschreibung und Menge.

Vordrucke für die grundlegende Charakterisierung sind auf der Deponie und bei der Geschäftsstelle des AWV erhältlich.

Deklarationsanalyse nach Anhang 3 Nr. 2 DepV:

Bevor der Abfallerzeuger Abfälle zur Ablagerung für die Deponie Binsberg anliefern möchte, müssen folgende Angaben erhoben werden und dem AWV Nordschwaben schriftlich vorliegen:

  • Analyse über die Einhaltung der Zuordnungskriterien nach Anhang 3 Nr. 2 DepV
  • Probenahmeprotokoll nach Anhang 4 Nr. 2 DepV
  • Protokoll über die Probenvorbereitung nach Anhang 4 Nr. 3.1.1 DepV

Ein Vordruck mit den nötigen Analyseparametern ist auf der Deponie und bei der Geschäftsstelle des AWV erhältlich.

Erst nach Vorlage der Analyse entscheidet der AWV Nordschwaben, ob, und wenn ja, zu welchen Konditionen die Abfälle angenommen werden können.

Sofern die Zuordnungswerte für DK-II nicht eingehalten werden, ist eine Annahme des Abfalls auf der Deponie in der Regel nicht möglich.

Annahmeerklärung des AWV Nordschwabens

Wenn die grundlegende Charakterisierung vorliegt und die vorgelegte Analyse nach DepV zeigt, dass die Analysewerte die Zuordnungswerte für DK-O, DK-I oder DK-II einhalten, erstellt der AWV Nordschwaben eine Annahmeerklärung für nicht gefährliche Abfälle.

Liegen die Angaben zur grundlegenden Charakterisierung, die Analyse nebst Probenahme- und Probebegleitprotokoll und die Annahmeerklärung des AWV Nordschwaben vor, kann der Abfall angeliefert werden.

Gebühren

Die Gebühren richten sich danach, welche Zuordnungswerte der DepV eingehalten werden.

Analysewerte werden eingehalten für Gebühr in Euro/Tonne
DK-0 20,00
DK-I 45,00
DK-II 125,00

 

Brandschutt

Vorgehensweise für Brandschutt, mineralisch

  • Einzelfallgenehmigung von der Regierung von Schwaben notwendig
  • Entsorgungsnachweis notwendig, falls Brandschutt Asbestabfälle oder andere gefährliche Stoffe enthält
  • Zwischenlagerung auf der Deponie Binsberg möglich

Bei mineralischem Brandschutt liegt in der Regel aufgrund des Brandereignisses eine Überschreitung des DK-II-Zuordnungswertes für den Glühverlust und den TOC im Feststoff vor. Von daher ist auch die Anlieferung etwas anders zu handhaben als bei den übrigen angelieferten Abfällen. Dies gilt auch für Brandschutt, vermischt mit Asbestabfällen oder gefährlichen Stoffen. Bei Brandschutt, die für die Deponierung geeignet sind, muss vorab die Regierung von Schwaben eine Einzelfallgenehmigung erteilen.

Handelt es sich um Brandschutt mit Asbestabfällen muss der Abfallerzeuger oder ein von ihm Bevollmächtigter beim AWV Nordschwaben einen Entsorgungsnachweis stellen.

Da die Genehmigung einige Wochen dauern kann und der Brandschutt eventuell am Ort des Brandgeschehens nicht solange gelagert werden kann, besteht die Möglichkeit den Brandschutt auf der Deponie zwischenzulagern. Nach erfolgter Genehmigung durch die Regierung von Schwaben kann der Brandschutt eingebaut werden.

Vorgehensweise für Brandschutt, mineralisch ohne Vermischung mit gefährlichen Abfällen 

Einzelfallgenehmigung durch die Regierung von Schwaben

Bei mineralischem Brandschutt liegt in der Regel aufgrund des Brandereignisses eine Überschreitung des DK-II-Zuordnungswertes vor. Von daher muss für jedes Brandereignis eine Einzelgenehmigung der zuständigen Behörde, in diesem Fall der Regierung von Schwaben eingeholt werden.

Annahme der Abfälle an der Deponie Binsberg

Liegen alle erforderlichen Angaben und Genehmigungen vor, können die benannten Abfälle unter Einhaltung der Vorgaben für Anlieferung und Verpackung, auf der Deponie Binsberg abgelagert werden.

Gebühren

Für die fachgerechte Entsorgung fallen 125,00 Euro pro Tonne an.

Vorgehensweise für Brandschutt, mineralisch mit Asbestabfällen

Sofern im Brandschutt asbesthaltige Eternitreste vorhanden sind, muss der Einbau ebenfalls im Vorfeld von der Regierung von Schwaben genehmigt werden. Erst nach Vorliegen des Entsorgungsnachweises kann der asbesthaltige Brandschutt angeliefert werden. Hierbei dürfen die Arbeiten am Brandort nur durch eine Firma durchgeführt werden, die die Sachkunde nach TRGS 519 vorweisen kann. Die Arbeiten sind im Vorfeld beim Gewerbeaufsichtsamt Augsburg anzuzeigen. Die Anlieferung des asbesthaltigen Brandschutts nach Genehmigung durch die Regierung von Schwaben muss angefeuchtet und abgedeckt erfolgen.

Einzelfallgenehmigung durch die Regierung von Schwaben

Die Anlieferung von asbesthaltigem Bauschutt an der Deponie Binsberg muss vorab von der Regierung von Schwaben genehmigt werden.

Entsorgungsnachweis (EN) beim AWV Nordschwaben stellen

Vom Abfallerzeuger oder einem von ihm Bevollmächtigten muss vor der Anlieferung ein Entsorgungsnachweis für asbesthaltige Stoffe (17 06 05) beim AWV gestellt werden.

besondere Anforderungen an Arbeiten vor Ort, Handhabung und Verpackung

  • Arbeiten am Brandort dürfen nur durch Firmen durchgeführt werden, die die Sachkunde nach TRGS 519 vorweisen können
  • Die Arbeiten sind im Vorfeld beim Gewerbeaufsichtsamt Augsburg anzuzeigen
  • Die Anlieferung des asbesthaltigen Bauschutts muss angefeuchtet und abgedeckt erfolgen

Annahme der Abfälle an der Deponie Binsberg

Liegen alle erforderlichen Angaben und Genehmigungen vor und hat der AWV Nordschwaben eine Annahmeerklärung für asbesthaltigen Brandschutt erteilt, können die benannten Abfälle unter Einhaltung der Vorgaben für Anlieferung und Verpackung, auf der Deponie Binsberg abgelagert werden.

Gebühren

Für die fachgerechte Entsorgung fallen 125,00 Euro pro Tonne an.

asbesthaltige Abfälle

Vorgehensweise für asbesthaltige Abfälle

Annahmeerklärung im privilegierten Verfahren (§ 7 NachwV)

Bei der beabsichtigten Anlieferung gefährlicher Abfälle im Sinne des AVV, die auf der Deponie abgelagert werden dürfen, ist rechtzeitig vor der geplanten Entsorgung ein Entsorgungsnachweis bzw. Sammelentsorgungsnachweis im Sinne des Elektronischen Abfallnachweisverfahrens (eANV) zu stellen. Dabei kann der AWV Nordschwaben als Abfallentsorger die Rechtmäßigkeit der Ablagerung selbst bestätigen ohne dass die Behörde eine Bestätigung vornimmt (privilegiertes Verfahren). Dadurch kommt es zu einer Zeitersparnis.

Vorgaben für Verpackung

Asbesthaltige Abfälle müssen staubdicht in den dafür zugelassenen Säcken verpackt angeliefert werden.

Annahme der Abfälle an der Deponie Binsberg

Liegen alle erforderlichen Angaben und Genehmigungen vor, können die benannten Abfälle unter Einhaltung der Vorgaben für Anlieferung und Verpackung, auf der Deponie Binsberg abgelagert werden.

Gebühren

Für die fachgerechte Entsorgung fallen 95,00 Euro/t Gebühren an.

Mineralfaserabfälle

Vorgehensweise für Mineralfaserabfälle

Entsorgungsnachweis bzw. Sammelentsorgungsnachweis

Bei der beabsichtigten Anlieferung von Mineralfaserabfällen, die auf der Deponie abgelagert werden dürfen, ist rechtzeitig vor der geplanten Entsorgung ein Entsorgungsnachweis bzw. Sammelentsorgungsnachweis im Sinne des Elektronischen Abfallnachweisverfahrens (eANV) zu stellen. Die Zulässigkeit der geplanten Entsorgung muss hierbei grundsätzlich von der zuständigen Behörde bestätigt werden.

Vorgaben für Verpackung

Mineralfaserabfälle müssen staubdicht in den dafür zugelassenen Säcken verpackt angeliefert werden.

Annahme der Abfälle an der Deponie Binsberg

Liegen alle erforderlichen Angaben und Genehmigungen vor, können die benannten Abfälle unter Einhaltung der Vorgaben für Anlieferung und Verpackung, auf der Deponie Binsberg abgelagert werden.

Gebühren

Für die fachgerechte Entsorgung fallen 207,00 Euro pro Tonne an.